Bundesweites Antifa-Camp vom 24.08. – 02.09.2012 in Dortmund

Warum Dortmund?

Dortmund ist seit Jahren für sein Naziproblem bekannt. Der sogenannte “Nationale Antikriegstag” hat ähnlich wie das faschistische “Gedenken” an die Bombardierung Dresdens bundesweite Bedeutung für die Naziszene. Zudem machen Dortmunder Nazistrukturen, wie der “Nationale Widerstand Dortmund (NWDO)” und die “Skinhead-Front Dorstfeld”, immer wieder durch offensive Aktionen, bewaffnete Übergriffe und Anschläge von sich reden. Im Dortmunder Stadtteil Dorstfeld haben sich neonazistische Strukturen über Jahre hinweg durch mehrere Wohngemeinschaften und das “Nationale Zentrum” ausbreiten können.

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antifa camp Dortmund

NPD-Kundgebung am Freitag in MS

NPD will am Freitag in Münster demonstrieren

Die Neonazi-Partei NPD hat für Freitag, den 20. Juli 2012, eine Kundgebung auf dem Prinzipalmarkt in Münster angemeldet. Dort sollen um 16:00 Uhr mehrere Vertreter*innen der Bundesführung der Partei sprechen. UPDATE: Die Polizei hat die NPD-Kundgebung nun an den Bremer Platz verlegt. Sie soll laut einem Polizeisprecher ungefähr eine Stunde dauern.

Die NPD tourt seit einigen Tagen durch die Republik. Mit Hilfe eines mit Parolen beklebten LKW sollen bis zum 11. August nach Parteiangaben 52 Städte angefahren werden, am Donnerstag will die NPD u.a. nach Osnabrück kommen.

Die Kundgebung in Münster wurde bis vor Kurzem seitens der NPD geheim gehalten. Auch die Polizei hat erst auf Nachfrage die Anmeldung bestätigt. Durch die Geheimhaltung hofft die NPD auf möglichst wenig Gegenproteste. Diesen Gefallen werden wir den Neonazis aber nicht tun. Wir rufen dort zu lautstarkem Protest auf, wo sich die NPD am Freitag versammeln wird. Es ist gut möglich, dass sich der Ort der Kundgebung noch ändert.

Informiert euch deshalb in den nächsten Tagen über mögliche Änderungen. Bereitet antifaschistische Proteste vor!
Keinen Meter den Nazis in Münster!

http://antifalinkemuenster.blogsport.de/2012/07/18/npd-will-am-freitag-in-muenster-demonstrieren/

Mediengeiler Neonazi

Ein recht junger „autonomer Nationalist“, über den wir bereits berichtet haben, will scheinbar neuer Propagandaminister werden: Nachdem er seine rechte Gesinnung schon 2010 vor einer Fernsehkamera der BILD bekunden durfte, wurde ihm 2011 sogar erlaubt, an einer ernstzunehmenden Dokumentation des WDR teilzunehmen. Die Dokumentation “ Der rechten Szene auf der Spur“ berichtet über die Einflüsse neonazistischer Ideologie im Rheinland.

Zur Dokumentation

Schon am Anfang, als das nationale wuppertaler Milieu vorgestellt wird, kann man ein altbekanntes Gesicht aus Olfen wieder erkennen. Während der Reporter die Wohnung eines Neonazis betritt und ihn eine Gruppe „autonomer Nationalisten“ begrüßt, scheint er verwundert und fragt sich: „Das soll die rechte Szene sein?“.

Unser prominenter Vaterlandfanatiker lässt auf Nachfrage verlauten, dass er ein Extremist sei. Wer ihre Arbeitergeber sind, will keiner so wirklich sagen. Einige von ihnen müssten mit Konsequenzen rechnen, wenn die Brötchengeber erfahren, das ihre Arbeitskräfte verfassungsfeindlicher Grundhaltungen sind. So auch der ehemalige Olfener, der im öffentlichen Dienst – nämlich beim Bund – beschäftigt ist. Auch wenn die Bundeswehr für ihr Vaterland kämpft, werden neonazistische und somit antidemokratische Lebensanschauungen nicht geduldet. Auf dem Arm des besagten Rechtsextremisten steht: “ Lernen durch Schmerz“. Dieser Spruch wird öfters im Militärjargon benutzt, doch ist es aus dem Jiddischen übernommen und bedeutet “ Hals- und Beinbruch“.

Offensichtlich versuchen die Neonazis, die in Olfen keinen Fuß fassen konnten, jetzt woanders Unruhe zu stiften. Lasst dies nicht gelingen!

Aufmucken gegen Rechts – In Lüdinghausen, Wuppertal und sonst wo!

Der 1. Mai – Kein Grund zu Feiern!

1. Mai – Nazifrei!

Am 1. Mai rufen Neonazis zu einer Demonstration unter dem Motto „Finanzsysteme brechen – Knechtschaft überwinden“ in der Bonner Innenstadt auf. Beworben wird der Neonaziaufmarsch zur Zeit von sogenannten „Freien Kräften aus dem Rheinland“. Wie jetzt durch eine Anfrage der schwarz-grünen Mehrheit im Stadtrat bekannt wurde, lag der Polizei diese Anmeldung bereits im Januar vor. Erst nachdem der „Nationale Widerstand Dortmund“ die in Dortmund angemeldete Demonstration zurückgezogen hatte, wurde dies in Bonn bekannt gegeben. Die Anmeldung in Bonn erfolgte, ähnlich wie bereits 2008, von einem Anmelderkreis und nicht nur von einer Einzelperson. Genau wie 2008 liegt die Hauptverantwortung beim altgedienten Neonazikader Christian Malcoci. Malcoci gehört seit Jahrzehnten zum harten Kern der internationalen Neonaziszene. Zu den Stationen seines Wirkens gehören namhafte Naziorganisationen, die zum großen Teil verboten wurden: die NSDAP-Aufbau- und Auslandsorganisation (NSDAP-AO), die Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA, verboten 24.11.1983), die Nationale Offensive (NO, 21.12.1992 verboten), die Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP, 24.02.1995 verboten), das Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Adolf Hitlers, die Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG 21.09.2011 verboten). Zum Anmelderkreis gehört auch Sven Skoda, der zur Zeit wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung in Untersuchungshaft sitzt.
Im Bonner Raum hatte sich über die letzten Jahre das „Aktionsbüro Mittelrhein“ zu einem festen Bestandteil der bundesweiten, parteiungebundenen, neonazistischen Strukturen entwickelt. Neonazis aus Bonn und dem nördlichen Rheinland-Pfalz fahren auf Naziaufmärsche national wie international und stellten Demostrukturen wie Lautsprecherwagen und Ordnerdienste bereit. In Bonn selber firmieren die Nazis unter dem Namen „frontal national Bonn“, einem Internetprojekt des „Aktionsbüro Mittelrhein“. Auch wenn die regionalen Nazistrukturen durch die Verhaftungen rund um die Ermittlungen gegen das „Aktionsbüro Mittelrhein“ geschwächt sind, verfügen sie durch die Zusammenarbeit mit Neonazis der altgedienten „Kameradschaft Sturm 8-12“ um den bundesweit bekannten Neonazi Ralph Tegethoff, den „Freien Kräften Köln“ um Axel Reitz, aber vor allem auch Neonazis aus Aachen (Kameradschaft Aachener Land), Düren (Organisatoren-Team des Naziaufmarsches in Stolberg), Wuppertal und Dortmund über ausreichende Unterstützung, um die Nazi-Mai-Demonstration auch wirklich organisieren zu können.
In Bonn am 1. Mai werden genau die Nazis erwart, die rund um den Fackelmarsch am 04.04.2012 und dem eigentlichen Trauermarsch am 07.04.2012 in Stolberg für Gewalt und Angst sorgten. Obwohl sich gerade einmal rund 250 Nazis nach Stolberg verirrten, traten sie selbstbewusst auf und verbreiteten in ihren Reden und in ihrem Sprechgeschrei puren Hass, Rassismus und Antisemitismus. Auf der Rückreise griffen rund 100 Nazis im Regionalexpress 1 kurz hinter Köln 10 vermeintliche Gegendemonstrant_innen an. 98 Nazis wurden daraufhin in Leverkusen von der Polizei aus dem Zug geholt und wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch kontrolliert. Sowohl im Vorfeld als auch in den dem Aufmarsch in Stolberg folgenden Nächten kam es zu Übergriffen von Neonazis auf ihnen unliebsame Menschen. Auch wenn der Anmelder- und Organisationskreis personell anders zusammengesetzt ist, sind es die militanten Nazis aus NRW, die den Hauptanteil an der Demonstration in Bonn stellen werden. Dieses Spektrum überschneidet sich auch mit denen, die am 1. Mai 2009 mit 400 Gesinnungskameraden die DGB-Demonstration angegriffen und viele Menschen verletzt zu haben.
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We are back again!

Nach einer etwas längeren Pause sind wir wieder zurück im Business! Aktuell gibt es einige Gründe wieder in Aktion zu treten. Seitdem die Tage wieder wärmer werden, scheint auch wieder einiges an Müll ans Tageslicht zu kommen. Nicht nur die Stadt Lüdinghausen bekommt neuerdings braunen Besuch aus den umliegenden Städten, sondern auch das kleine, beschauliche Dörfchen Seppenrade . Diese Besuche äußern sich in Form von Übergriffen auf Jugendliche, Sachbeschädigung und Verteilen menschenverachtender Propaganda. Bis auf das Verbreiten ihrer sinnlosen Ideologie, war die Gruppe junger Nationalisten abends und nachts tätig. Schwer bewaffnet suchten sie vorsätzlich Jugendliche, die ihre Weltanschauung nicht teilen, um diese mit ihrer 20-30 Leuten großen Gruppen verbal sowie auch physisch zu attackieren. Desweiteren begingen sie Sachbeschädigung und riefen verfassungsfeindliche Expressionen. Einige der Leute kamen aus den naheliegenden Städten Olfen, Dülmen und den umliegenden Bauernschaften. Diese zum Teil bewaffneten, schwarz vermummten Geschichtsrevisionisten versuchten grundlos das Zusammenleben unserer Stadt zu stören.

Schon seit Jahren leben hier Migranten und deren Angehörige, die nicht zuletzt Deutschland nach dem 2. Weltkrieg halfen wieder aufzubauen. Warum schaffen Libanesen, Türken, Flüchtlinge aus dem Kosovo , Russen, Araber, Polen und Menschen andere ethnischen Gruppen in Lüdinghausen in Frieden zusammenzuleben und warum die obengenannten Chauvinisten können das nicht tolerieren. Wollen sie mit ihren schwachsinnigen Aktionen, Deutschland von fremden Einflüssen reinigen? Diese „Menschen“ scheinen tatsächlich kein Geschichtswissen zu haben. Übrigens hat Lüdinghausen auch eine schöne Bibliothek. Ist Deutschland nicht seit Jahrzehnten ein sehr kulturreiches Land, welches nach dem 2. Weltkrieg Gastarbeiter aus dem Umland anheuerte, die halfen das zerstörte Deutschland wieder aufzubauen. Dem internationalen Ansehen Deutschlands heutzutage helfen solche „Vollpfosten“ überhaupt nicht. Sie bestätigen nur die klischeehafte Auffassung des fremdenfeindlichen Deutschen. Wir sollten eigentlich mit diesem Teil der Geschichte abgeschlossen haben und unsern Horizont über die Landesgrenzen hinaus erweitern!

Frage bleibt, was unsere Exekutive bei diesen Vorfällen unternimmt. Zwar war unsere Justiz nach manchen Aktionen vor Ort, doch nahm sie weder Personalien der Gewalttäter auf, noch gab sie eine Pressemitteilung über diese Vorfälle heraus. Entweder empfand sie diese Situation für nicht wichtig oder hatte zu viel zu tun, das so belanglose Straftaten in Vergessenheit geraten.

Wir fordern jede Person auf, den Faschisten entschieden entgegenzutreten und ihnen keine Nährboden für ihre Aktionen zu bieten!
Keine Homezone für Nazis!